
Damit meine Seite nicht so nach Bleiwüste aussieht, habe ich mich entschlossen, auf sinnvolle Symbolbilder zurückzugreifen. Hier sieht man also eine Tür (offen), im Vordergrund ein Mensch.
Eben jene Tür stand nun aber am Sonnabend offen, sodass ich von der Haustür her seltsame Geräusche vernahm. Als wachsamer Hausbewohner hab ich mich also gleich mal die drei Meter dort hin geschlichen und war dann doch etwas erstaunt. Mein Gegenüber allerdings ebenso. Eine ausgewachsene Kuh guckte mich durch die offene Haustür verdutzt an. Freilaufende Kühe sind nun nichts Besonderes hier im Township, es gibt einige von ihnen, die diesen dicht bevölkerten Stadtteil schlicht zu ihrer Weide erklärt haben. Die Kühe kennen keine Straßenverkehrsregeln oder Grundstücksgrenzen, sie lassen sich auch nicht vom Gekrähe der ebenfalls frei umher laufenden Hühner oder vom Gebell der auch meist nicht allzu eingeschränkten Hunde beeindrucken. Mit Wegscheuchen ist da also nicht viel. Trotzdem, so nah waren mir die Kühe noch nie.

Kuh, zumindest teilweise. Im Hintergrund ein Tiger.
„Muh (f away)“ dachte ich mir also, doch das Rindvieh hatte besseres zu tun. Die Kuh weidete genüsslich an unserem Müllsack, der leider bei der letzten Abfuhr etwas zu spät zur Straße gekommen war. Irgendwann trabte sie dann aber durch ein (eigentlich viel zu kleines) Loch im Zaun doch weiter zum Nachbarn. Was mir blieb, war eine Frage: Wenn eine Kuh Müll frisst, gibt sie dann Müller-Milch?
