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Dienstag, 4. Januar 2011

Wichtig!

Symbolbild (Dem Frosch ist nichts passiert!)

Falls es noch eines Beweises bedurfte, dass das Südafrika-Interesse in Deutschland in letzter Zeit gestiegen ist, Stern.de hat ihn geliefert. Doch lest selbst, welch dramatische Ereignisse sich nur 1000 Kilometer nördlich meiner beschaulichen Heimatstadt Port Elizabeth abspielten. Und sagt nicht, das wäre alles nur Quak.

Ansonsten hätte ich zur allgemeinen Heiterkeit noch eine Sammlung von Touristenbeschwerden anzubieten, die die Kollegen von Sueddeutsche.de bereitstellen.

Ich kann leider weiter nichts beitragen, ich muss weg.

Sonntag, 9. November 2008

Keine Rettung

Die nun folgende Geschichte verleitete meinen Fußball-Trainer Bailey dazu, sich ungefähr dreißig Sekunden lang laut lachend mit gehaltenem Bauch wie ein Welpe im Gras zu wälzen. Diese letzte Episode in meiner nicht enden wollenden Echtzeit-Drama-Komödie „Leben in Walmer Township“ trug sich am vergangenen Dienstag zu.

Arbeitsbedingt schaffe ich es eigentlich nie wirklich pünktlich zum Training zu kommen. Das ist nicht weiter schlimm, weil meine Lesart von Pünktlichkeit hier noch unter überdurchschnittlicher Zuverlässigkeit zu verbuchen ist. Dennoch nutze ich die Strecke zum Fußballplatz immer gleich, um meiner Muskulatur eine gewisse Grundwärme zuzuführen. Da der Trainingsplatz am Rande des Townships liegt, lief ich also die Straße herunter, die meinen Stadtteil begrenzt. In Sportsachen, Turnschuhen und mit einem Beutel mit Fußballschuhen in der Hand joggte ich am Straßenrand, den Fußballplatz bereits in Sichtweite, als hinter mir ein Auto hupte. Ein Jeep-Fahrer verlangsamte und wollte mir wild gestikulierend irgendetwas mitteilen. Nach einem kurzen Moment der Verwirrung verstand ich sein Anliegen dann auch: Der Mann wollte seinen weißen Bruder aus den Fängen des Townships retten. Kann ja nicht angehen, dass der arme Junge hier – vermutlich auf der Flucht vor marodierenden Horden – die Straße entlang hetzen muss. Ich mache also die Tür auf und sage ihm, „keine Sorge, mir geht’s gut, ich wohne hier, ich laufe nur grad zum Training da vorne“. Eine verbale Reaktion seinerseits kam wenn überhaupt nur noch sehr stockend und nicht wirklich verständlich, die Augen weiteten sich jedoch beträchtlich und mit etwas Platz zwischen den Lippen fuhr der Mann davon. Er ließ mich zurück mit Frage, ob ich ihn nun vorrangig als hilfsbereit oder als paranoid und vorurteilsbehaftet einschätzen sollte – und mit einem Bailey in einer Mischung aus Trainings- und Grastarnanzug.

Montag, 13. Oktober 2008

Alles Müll, oder was?

Entscheidende Ereignisse trugen sich in der vergangenen Woche rund um unser kleines Anwesen in Walmer zu. Zunächst wurde mein Zimmer dann doch ziemlich plötzlich um eine Tür erweitert, die es mir nun ermöglicht, mich etwas vom Rest des Hauses abzukapseln, und die somit meine Schlafqualität wesentlich erhöht. Gedankt sei Lubabalo fürs Einbauen und dem Baum, der dafür sein Leben ließ.


Damit meine Seite nicht so nach Bleiwüste aussieht, habe ich mich entschlossen, auf sinnvolle Symbolbilder zurückzugreifen. Hier sieht man also eine Tür (offen), im Vordergrund ein Mensch.

Eben jene Tür stand nun aber am Sonnabend offen, sodass ich von der Haustür her seltsame Geräusche vernahm. Als wachsamer Hausbewohner hab ich mich also gleich mal die drei Meter dort hin geschlichen und war dann doch etwas erstaunt. Mein Gegenüber allerdings ebenso. Eine ausgewachsene Kuh guckte mich durch die offene Haustür verdutzt an. Freilaufende Kühe sind nun nichts Besonderes hier im Township, es gibt einige von ihnen, die diesen dicht bevölkerten Stadtteil schlicht zu ihrer Weide erklärt haben. Die Kühe kennen keine Straßenverkehrsregeln oder Grundstücksgrenzen, sie lassen sich auch nicht vom Gekrähe der ebenfalls frei umher laufenden Hühner oder vom Gebell der auch meist nicht allzu eingeschränkten Hunde beeindrucken. Mit Wegscheuchen ist da also nicht viel. Trotzdem, so nah waren mir die Kühe noch nie.


Kuh, zumindest teilweise. Im Hintergrund ein Tiger.

„Muh (f away)“ dachte ich mir also, doch das Rindvieh hatte besseres zu tun. Die Kuh weidete genüsslich an unserem Müllsack, der leider bei der letzten Abfuhr etwas zu spät zur Straße gekommen war. Irgendwann trabte sie dann aber durch ein (eigentlich viel zu kleines) Loch im Zaun doch weiter zum Nachbarn. Was mir blieb, war eine Frage: Wenn eine Kuh Müll frisst, gibt sie dann Müller-Milch?